Italienische “Gastarbeiter” im Ruhrgebiet “Vita Nuova - Ein neues Leben” Heute leben rund 650.000 Italiener in Deutschland und sie sind damit eine der größten und ältesten Zuwanderergemeinden in Deutschland. Einige Italiener und Italienerinnen fanden eine neue Heimat, aber die meisten kehrten wieder nach Italien zurück - darunter befinden sich diejenigen, die zwischen den Kulturen pendeln und sich in transna- tionalen (Familien-) Netzwerken bewegen, was eine Besonderheit der italienischen Migration darstellt.   Dieses “bewegte” Leben hinterläßt Spuren in den Biographien. Was bedeutet zum Beispiel ein Leben in der “Wartehalle”, angesichts des ständigen Ziels vor Augen, doch noch wieder zurückzukehren? Auf diesem Streifzug können Sie mit Menschen zusammentreffen, in deren Familie diese Migrationserfahrungen zum Alltag gehören.   “Vita nuova” - Aufbruch in ein neues Leben, so lautete der Titel einer Anwerbebroschüre des Unterneh- mensverband Ruhrbergbau in Essen, 1957. Konnte das Versprechen auf ein “neues Leben” eingelöst werden? Im Dezember 1955 kam es zur Unter- zeichnung des Anwerbevertrags zwischen Italien und der Bundes- republik Deutschland. Und obwohl im Gegenzug viele Deutsche im Urlaub “La Dolce Vita” in Italien suchten, war anfangs der Alltag der “Gastarbeiter” in Deutschland nicht einfach. Ehemalige Wohnbaracken Zeche Lothringen, heute Wohnprojekt Gewerkenstraße  Tagesexkursion    Termine auf Anfrage Anwerbebroschüre des  Unternehmens- verband Ruhrbergbau in Essen 1957